Salut!
Mit großer Verspätung, mangels Internetanschluss, gibt es
mal wieder ein kleines Update aus La Réunion:
Seit Montag dem 10. August, haben wir nun endlich unsere
Wohnungen beziehen können! Montagvormittag haben wir unsere Mietverträge
unterschrieben und der zuständige Mann von der Wohnungsagentur, M. Comorassamy,
hat uns danach sogar noch zum Essen eingeladen.
Wir waren dann noch eine Weile unterwegs und haben
verschiedenes besorgt, für mich übrigens eine französische Handynummer, damit
ich endlich auch unterwegs Internet habe, da die Auslandsinternetflat nur für
das französische Festland gilt, jedoch nicht für die Überseedepartements, wobei
mir da jeder Mitarbeiter bei meinem deutschen Handyanbieter was anderes erzählt
hat…so ganz wissen die wohl auch nicht Bescheid! Die Herren im Handyladen hier
vor Ort wollten meine Bankverbindung nicht verwenden, da sie dafür anscheinend
eine offizielle Bestätigung bräuchten und das sei ihnen zu unsicher.
Netterweise hat Charles dann den Vertrag für mich abgeschlossen und er läuft
jetzt über ihn. Die Jungs haben echt schon soooo viel für uns gemacht, ich weiß
gar nicht, wie ich das wieder gut machen kann…
Abends konnten wir dann endlich unsere Wohnungen beziehen: Im
ersten Moment waren wir natürlich froh darüber, jedoch kam dann schon der
nächste Schock: Nach dem Einkaufen haben die Jungs mir noch geholfen die Sachen
zu verräumen und als wir den Kühlschrank (der übrigens komplett vereist und
quasi unbenutzbar war) öffneten, kam uns eine Schar von Küchenschaben entgegen…und
das ausgerechnet bei mir, wo ich ja so „Viecher“ gar nicht abhaben kann…Wir
haben dann versucht so gut es geht alle zu beseitigen, aber es waren ständig
noch irgendwo welche unterwegs, die aus den engsten Spalten hervorkamen. Auch
im Bad haben wir noch einige gefunden und selbst als die Jungs weg waren, bin
ich selbst noch ständig auf der Jagd nach Schaben gewesen und durfte sie
regelmäßig mit meinen Schlappen erschlagen :-D Auch der Umstand, dass ich sehen
konnte wie ein paar dieser Teile unter mein Bett gekrochen sind, hat mich nicht
ganz so ruhig schlafen lassen wie sonst :-P Trotz allem habe ich das Gefühl,
dass ich sogar was das angeht bereits abgehärtet bin. Während ich in
Deutschland immer panisch nach meinem Bruder oder meinem Papa gerufen hätte,
bin ich mittlerweile tough genug das selbst in die Hand zu nehmen…naja mir
bleibt auch nichts anderes übrig :-D
Als ich dann abends erschöpft unter der Dusche stand, fiel
mir dann auf, dass das warme Wasser nicht geht. Jippie! :-P (Dazu eine kurze
Info: wir haben hier nicht ganz so heiße Temperaturen wie in Deutschland und
abends wird es doch etwas frisch, deshalb wäre mir zumindest eine lauwarme
Dusche doch ganz Recht…)
Außerdem haben Caro und ich festgestellt, dass es eigentlich
doch cooler wäre, wenn wir zusammen wohnen könnten, da wir uns einfach so gut
verstehen und es ja auch irgendwie schon gewohnt waren :-)
Am nächsten morgen haben die Jungs uns abgeholt, da wir noch
zur Stromversorgung mussten, weil das auf uns umgeschrieben wurde (was da so
alles passiert verstehe ich übrigens nicht so genau und ich kann nur sagen,
wenn die Jungs nicht wären, dann wären wir echt hoffnungslos aufgeschmissen!).
Dort hat sich dann übrigens auch eine, zumindest mir, lustige Szene abgespielt:
Unglaublich viele Menschen standen Schlange, also haben wir Charles gefragt,
was diese hier denn eigentlich alle machen würden. Er hat uns erklärt, dass es
hier so üblich sei, dass man vorbei kommt und seine Stromrechnung bar bezahlt!
Wir fanden diesen Umstand dann doch irgendwie lustig, da wir sowas aus
Deutschland ja wirklich gar nicht kennen.
Mittlerweile haben wir den 16.08., bei Caro wurde immerhin der
Kühlschrank ausgewechselt, ich habe nach ein paar Tagen dann zwar auch warmes Wasser
bekommen, aber immer noch eine Schabenplage und kein Internet. M. Comorassamy
war zwar schon mehrmals da und meinte er kümmert sich um alles, es sei aber
schwierig, da hier momentan Ferienzeit ist und viele Betriebe unterbesetzt
seien. Hoffen wir einfach, dass sich bald was tut, denn ehrlich gesagt will ich
meine Lebensmittel und mein Geschirr auch mal in die Schränke räumen und nicht
alles auf dem Tisch stehen haben…
Da die Situation und die Organisation mit dem Internet ein einziges Chaos ist, haben Caro und ich beschlossen bei unseren Nachbarn nach zu fragen, ob wir ihr Internet gegen ein kleines Entgelt mitbenutzen können. Da hier alle so hilfsbereit sind war auch das kein Problem und jetzt hat immerhin Caro das W-lan ihres Nachbarn, das wir benutzen können. Bei mir nebenan war leider noch keiner an zu treffen, aber ich bleibe mal optimistisch, dass sich da bald was tut...
Da wir die letzten Tage mehr damit beschäftigt waren alles weitere zu organisieren und auf Handwerker gewartet haben (oft vergeblich), gibt es nun leider „nur“ ein paar Bilder aus Saint-Denis und der Umgebung, die ich immer mal wieder so im Vorbeigehen geschossen habe.
Die Jungs haben netterweise auch einiges mit uns unternommen und sind mit uns in ein paar andere Städte gefahren. Dazu dann in den nächsten Tagen mehr, wenn ich hoffentlich auch Internet in meiner Wohnung habe.
Liebe Grüße von der Tropeninsel
Eure Sabrina
Die Stadtmitte von Saint-Denis.
Ein hinduistischer Tempel in Saint-Denis.
Der Petit Marché in Saint-Denis.